Digitale Jugendarbeit

Fit für die Praxis

Du bist eine Fachkraft aus der Kinder- und Jugendarbeit oder aus der sozialen Arbeit und möchtest für den Umgang mit digitalen Technologien in deiner Arbeit gerüstet sein? Dann melde dich jetzt zu unserem Lehrgang „Digitale Jugendarbeit – Fit für die Praxis“ an!

Infos und Anmeldung

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Hier findest du alle wichtigen Infos zum Download: CURRICULUM, FLYER und ZEITPLAN

 

Hinweis: die genauen Uhrzeiten können sich noch ändern und werden vor Start bekannt gegeben!

Über den Lehrgang 2026

Zentrales Anliegen des Lehrgangs ist die praktisch-reflexive Wissensvermittlung an die Fachkräfte aus der Kinder- und Jugendarbeit und der sozialen Arbeit. Digitale Technologien sind eine Notwendigkeit im Arbeitsalltag der meisten Beschäftigten. Nicht immer haben diese die Sicherheit, das Wissen oder die Erfahrung im Umgang mit diesen Technologien.

 

Der Lehrgang soll den Teilnehmer:innen ein Rüstzeug im Umgang mit digitalen Transformationsprozessen mitgeben, was diese auch in ihrem Arbeitsalltag und im Umgang mit Adressat:innen integrieren und anwenden können. Kernstück des Lehrgangs ist eine über die Dauer des Lehrgangs laufende eigenständige Projektarbeit, die in Bezug zum Arbeitsalltag der Teilnehmer:innen steht. Die Projektarbeit soll dazu dienen, das im Lehrgang erworbene Wissen im Beruf anzuwenden. Dafür werden die Teilnehmer:innen, neben der laufenden Projektbetreuung, mit Reflexions-, Wissens- und Vertiefungsinhalten unterstützt. Der Lehrgang findet überwiegend online statt und wird mit Präsenzeinheiten in Graz aus einzelnen Modulen ergänzt (siehe auch Infomaterialien am Beginn der Seite).

Lehrgangsinhalte 2026

Modul A: Projektarbeit und Lehrgangsrahmen

Details zu findest du in den jeweiligen Untermodulen.

Modul A1: Kick-Off

Projekt Kick-Off vor Ort.

Modul A2: Eigene Projektarbeit

Im Rahmen dieses Moduls führen die Teilnehmer:innen ein Praxisprojekt im Themenfeld Digitalisierung in ihrem eigenen Arbeitsumfeld durch. Ziel ist es, die Inhalte des Lehrgangs in die
eigene berufliche Praxis zu übertragen, den Wissenstransfer aus dem Lehrgang in den beruflichen Kontext zu stärken und in einem geschützten Rahmen neue Formen und Möglichkeiten
der digitalen Arbeit mit Kindern und Jugendlichen auszuprobieren.

In einer der ersten Einheiten werden kleine Projektgruppen nach thematischen Interessen der
Teilnehmenden gebildet. Diese Projektgruppen stehen während des gesamten Lehrgangs als
Reflexions- und Austauschplattform zur Verfügung. Darüber hinaus werden die Teilnehmer:innen bei Bedarf von den Modulverantwortlichen bei der Themenwahl sowie bei der inhaltlichen und technischen Umsetzung unterstützt.

Die Ergebnisse der durchgeführten Praxisprojekte werden im Rahmen der Abschlussveranstaltung des Lehrgangs präsentiert. Darüber hinaus sollen die Ergebnisse auch digital sichtbar gemacht werden. Zu diesem Zweck werden in den Projektkleingruppen kreative Möglichkeiten zur Präsentation der Ergebnisse entwickelt (Videos, Blogs, Podcasts etc.). Seitens der Lehrgangsorganisation wird eine Plattform zur Verfügung gestellt, auf der die Inhalte auch nach Lehrgangsende sichtbar bleiben und so eine breitere Öffentlichkeit erreichen können.

 

Lernziele

 

  • Die Teilnehmer:innen sind in der Lage, ausgewählte Elemente einer Digitalisierungsstrategie für die eigene berufliche Praxis zu entwickeln
  • Die Teilnehmer:innen sind in der Lage, ein konkretes Praxisprojekt im Bereich der digitalen Kinder- und Jugendarbeit selbstständig und bedarfsorientiert zu planen und umzusetzen
  • Die Teilnehmer:innen kennen und nutzen (neue) Möglichkeiten, Projektergebnisse im
    digitalen Raum zu präsentieren
Modul B: Reflexionsmodul

Details zu findest du in den jeweiligen Untermodulen.

 

Modul B1: Gesellschaftliche Transformation

Die Inhalte dieses Moduls zielen auf ein besseres Verständnis des aktuellen gesellschaftlichen
Wandels in der Lebens- und Arbeitswelt, der durch Digitalisierungsprozesse vorangetrieben
wird. Zentral werden dabei die historisch gewordenen gesellschaftlichen Strukturen im Kontext digital-technologischer Entwicklungen und das daraus entstandene Spannungsfeld zwischen Handlungsmacht und Handlungszwängen von Akteur:innen reflektiert. Sowohl Chancen als auch Risiken der fortschreitenden gesellschaftlichen Digitalisierung werden beleuchtet und im Zusammenhang mit ethischen Fragestellungen für die Arbeit mit Kindern und Jugendlichen diskutiert.

 

Lernziele

 

  • Die Teilnehmer:innen sind in der Lage, aktuelle gesellschaftliche Trends und Dynamiken
    der Digitalisierung zu erkennen und in weitere Kontexte einzuordnen
  • Die Teilnehmer:innen verstehen Digitalisierung als Ergebnis menschlichen Handelns und damit als gestaltbar. Sie haben sich mit den eigenen Handlungsmöglichkeiten und -grenzen innerhalb der Disziplin, des Handlungsfeldes und ihrer Organisation auseinandergesetzt und diese kritisch reflektiert.
  • Die Teilnehmer:innen haben Ansätze entwickelt, ihre eigenen Erkenntnisse und Positionen in die Sprache und die direkte Arbeit mit Kindern und Jugendlichen zu übersetzen.

 

Modul B2: Professionelle Haltung und Rollenverständnis

Eine professionelle, offene Haltung gegenüber technologisch-digitalen Entwicklungen ist für
die Kommunikation mit Kindern und Jugendlichen, für die Organisation sowie für die Teamarbeit der Fachkräfte von besonderer Bedeutung. Die Haltung der Fachkräfte scheint in der Praxis
immer wieder durch äußere Barrieren, aber auch durch innere Widerstände gefährdet. Die
Reflexion (1) der eigenen Medienbiografie, (2) der eigenen Sozialisation im Kontext technologisch-digitaler Veränderungen und (3) des expliziten Wissens bzw. Nichtwissens zum Thema
Digitalisierung innerhalb des Moduls befähigt die Teilnehmer:innen, ein förderliches Rollenverständnis für die digitale Arbeit mit Kindern und Jugendlichen (weiter) zu entwickeln.

 

Lernziele

 

  • Die Teilnehmer:innen haben ihre eigene Medienbiografie, ihre Sozialisation sowie ihr
    Wissen bzw. Nicht-Wissen zur Digitalisierung im Zusammenhang mit eventuellen inneren Widerständen gegen technologisch-digitale Entwicklungen kritisch reflektiert.
  • Die Teilnehmer:innen haben Strategien entwickelt eventuelle innere Widerstände
    selbstwirksam zu bearbeiten und empfinden sich technologisch-digitalen Neuerungen
    gegenüber nicht als ausgeliefert.
  • Die Teilnehmer:innen haben eine offen-reflektive Grundhaltung gegenüber der Digitalisierung in der Arbeit mit Kindern und Jugendlichen (weiter)entwickelt.
  • Die Teilnehmer:innen können zwischen beruflichen und privaten Einstellungen und
    Verhaltensweisen in Bezug auf Digitalisierung differenzieren und daraus einen professionellen Umgang in der Arbeit mit Kindern und Jugendlichen ableiten.
Modul B3: Digitalisierungsstrategie und digitale Tools

In diesem Modul werden sowohl grundlegende Kenntnisse über Digitalisierungsstrategien als
auch Ansätze und Methoden für den konkreten Einsatz neuer Medien vermittelt. Dabei stellen
sich unterschiedlichste Fragen: Welche Akteur:innen sollten in die Erarbeitung einer Digitalisierungsstrategie eingebunden werden? Welche Themen sollten mit Kindern und Jugendlichen im digitalen Raum bearbeitet werden? Welche Ressourcen stehen dafür zur Verfügung
(Infrastruktur, Budget, Arbeitszeit etc.)? Über die strategisch-reflexive Ebene hinaus werden
die Teilnehmer:innen dazu eingeladen, sich auch mit konkreteren Fragen der Umsetzung zu
beschäftigen: Wie kann medienpädagogisches Wissen zielgruppengerecht an Kinder und Jugendliche vermittelt werden? Welche digitalen Möglichkeiten eignen sich dafür? Wie kann die
Zielgruppe bedarfsgerecht und partizipativ in die Planung und Entscheidung über den Einsatz
digitaler Tools, Angebote etc. eingebunden werden?

 

Lernziele

 

  • Die Teilnehmer:innen sind in der Lage, zentrale Elemente einer zielgruppengerechten Digitalisierungsstrategie zu entwickeln
  • Die Teilnehmer:innen verfügen über relevantes medienpädagogisches Wissen und
    können dieses zielgruppengerecht an Kinder und Jugendliche weitergeben
  • Die Teilnehmer:innen kennen wichtige digitale Kommunikationskanäle, Tools,
    Apps, Plattformen etc. und können diese gezielt in der Arbeit mit Kindern und Jugendlichen einsetzen
Modul C: Wissensmodul Digitalisierung und Gesellschaft

Details zu findest du in den jeweiligen Untermodulen.

Modul C1 – Hybride Lebenswelten

Für eine gelingende Arbeit mit Kindern und Jugendlichen ist das Wissen um deren hybride
Lebenswelten unerlässlich. Die Teilnehmer:innen erhalten Einblicke in unterschiedliche Jugendkulturen und digitale Jugendräume. Neben der Vermittlung von Basiswissen über digitale
Räume wird in diesem Modul die spezifische Mediensozialisation der Zielgruppe reflektiert:
Wie sehen (Medien-)Biografien der Adressat:innen aus? Welche Rolle spielen Medien für die
Identitätsbildung von Kindern und Jugendlichen? Mit welchen Identifikationsangeboten wird
die Zielgruppe im digitalen Raum konfrontiert? Wie gestaltet sich ihr Medienkonsum? Insbesondere im Hinblick auf zeitgenössische Phänomene wie Influencer:innen, Online-Gaming,
Body-Image, Hass im Netz, Fake News usw.?

 

Lernziele

 

  • Die Teilnehmer:innen kennen zentrale Merkmale und Dimensionen hybrider Lebenswelten von Kindern und Jugendlichen
  • Die Teilnehmer:innen haben ein Sensorium für (digitale) Räume entwickelt, in denen
    sich Kinder- und Jugendliche aufhalten, sowie die Kompetenz, diese unter Berücksichtigung von Datenschutz und Privatsphäre vor Ort zu erreichen.
  • Die Teilnehmer:innen haben ein Basiswissen über die Chancen und Risiken digitaler
    Umgebungen entwickelt, u.a. im Kontext von Fake News, Hass im Netz, algorithmischer
    Steuerung etc.
  • Die Teilnehmer:innen kennen die wichtigsten Interventionsmaßnahmen und Angebote, um Kinder und Jugendliche im Umgang mit problematischer Mediennutzung (Online-Suchtverhalten etc.) zu unterstützen.
Modul C2: Gender, Diversity und Barrierefreiheit

In diesem Modul werden die Teilnehmer:innen dabei unterstützt, eigene Vorurteile in Bezug
auf Gender und Diversity zu reflektieren und abzubauen. In einem nächsten Schritt geht es um
die Auseinandersetzung mit den Potenzialen der digitalen Lebenswelten von Kindern und Jugendlichen, um deren Inklusion und Partizipation zu stärken. Folgende Fragen werden u.a. diskutiert: Welche Zielgruppen haben wie Zugang zu neuen Medien, welche sind davon ausgeschlossen? Mit welchen Zugangsbarrieren sind Kinder und Jugendliche konfrontiert?

Welche Rolle spielen dabei aktuelle Menschen-, Sprach- und Körperbilder? Welche Personen(gruppen) sind im digitalen Raum stärker und welche kaum präsent?

 

Lernziele

 

  • Die Teilnehmer:innen entwickeln ein grundlegendes Verständnis und Reflexionsvermögen in Bezug auf Gender, Diversity und Barrierefreiheit im Kontext neuer Medien
  • Die Teilnehmer:innen lernen digitale Räume als inklusive Räume kennen, in denen Jugendliche unterschiedliche Identitätskonzepte ausprobieren können.
  • Die Teilnehmer:innen setzen sich mit Zugangsbarrieren zu digitalen Angeboten auseinander und entwickeln Strategien und Ansätze, diese zu bearbeiten.
Modul C3: Datenschutz

Fundierte Grundkenntnisse zum Thema Datenschutz sind Voraussetzung für eine ethisch angemessene und rechtlich abgesicherte Gestaltung der Tätigkeit in der Arbeit mit Kindern und
Jugendlichen. Schutz und Sicherheit im Umgang mit personenbezogenen Daten, sowohl der
Fachkräfte als auch der Adressat:innen, stehen im Zentrum dieses Moduls: Welche rechtlichen
Rahmenbedingungen sind in der digitalen Kinder- und Jugendarbeit zu beachten? Mit welchen
Daten sollte sensibel umgegangen werden? Wo fängt die Privatsphäre an und wo hört sie auf?
Welche Unsicherheiten und Grauzonen zeigen sich in der Praxis? Wie kann professionell mit
diesen umgegangen werden? Ein besonderes Augenmerk liegt auf der Frage, wie datenschutzrelevantes Wissen Kindern und Jugendlichen adäquat vermittelt werden kann.

 

Lernziele

 

  • Die Teilnehmer:innen kennen die rechtlichen Rahmenbedingungen der DSGVO
  • Die Teilnehmer:innen haben sich mit personenbezogenen Daten und Kommunikationsregeln innerhalb der eigenen Organisation auseinandersetzt und wissen, welche Daten
    in der eigenen Organisation wo/wie/warum/wie lange etc. gespeichert werden
  • Die Teilnehmer:innen sind mit dem Konzept „Big Data“ vertraut und können dieses in
    Verbindung mit der Datenweitergabe in sozialen Medien reflektieren
  • Die Teilnehmer:innen kennen Expert:innen und spezialisierte Einrichtungen, an die sie
    sich wenden können, wenn Unsicherheiten bezüglich Themen des Datenschutzes bestehen
  • Die Teilnehmer:innen können wesentliche Aspekte des Datenschutzes adäquat an Kinder und Jugendliche vermitteln.
Modul C4: Künstliche Intelligenz

In diesem Modul wird den Teilnehmer:innen ein Basiswissen zu den Themen Künstliche Intelligenz (KI) und Algorithmen vermittelt. Ein Schwerpunkt liegt dabei auf der Frage, in welchen
Kontexten diese eingesetzt werden und inwiefern Kinder und Jugendliche damit in Berührung
kommen. So hat die zunehmende Verbreitung KI-basierter Systeme im digitalen Raum – vermittelt über Alltagspraktiken wie die Kommunikation mit Chatbots oder die Erledigung von
Hausaufgaben mit Hilfe von KI – Einfluss auf das Selbst- und Weltbild von Kindern und Jugendlichen. Auch ethische Fragen, die sich aus diesen veränderten Praktiken ergeben, werden im
Modul reflektiert.

 

Lernziele

 

  • Die Teilnehmer:innen haben ein realistisches Bild dazu entwickelt, inwieweit KI die Lebenswelt von Kindern und Jugendlichen beeinflusst.
  • Die Teilnehmer:innen haben ein grundlegendes Verständnis dazu erworben, welche
    Potenziale und Risiken sich aus der Anwendung von KI für die Arbeit mit Kindern und
    Jugendlichen ergeben.
  • Die Teilnehmer:innen kennen die wichtigsten Tools und praktische Anwendungsmöglichkeiten von KI für die Arbeit mit Kindern und Jugendlichen.
Modul A3: Abschlussveranstaltung

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